Tipps & Insights für digitale Sichtbarkeit

Was uns bewegt.
Ist das ein KI-Text? Muster, Tools und Grenzen

Ist das ein KI-Text? Muster, Tools und Grenzen

Mittwoch, 29 Juli 2026

Du liest einen Website-Text. Die Grammatik sitzt, die Absätze sind sauber, der Inhalt korrekt. Zwei Minuten später weisst du trotzdem nicht, was das Unternehmen eigentlich anders macht. Oder was der Inhalt dir nützt. Ein KI-Text? Vielleicht. Woran du ihn erkennst und warum dies vielleicht gar nicht die entscheidende Frage ist, erfährst du hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt gute und schlechte Inhalte. Von Mensch und Maschine.
  • KI-Texte fallen durch wiederkehrende Muster auf.
  • KI-Detektoren liefern Hinweise, keine Beweise.
  • Der beste Schutz vor KI-Einheitsbrei ist Erfahrung und Haltung.

Was stört uns an KI-Texten?

Ist es die makellose Glätte oder die fehlende Haltung, die einen Inhalt austauschbar macht? Schreiben Menschen wirklich qualitativ bessere Texte als die KI? Stören uns Gedankenstriche oder Dreipunktstrukturen in Texten wirklich? Fragen über Fragen. Und viele Meinungen, denen wir hier etwas auf den Grund gehen.

8 typische Merkmale für KI-Texte

Es gibt Indizien, woran du erkennen kannst, ob ein Inhalt mit KI geschrieben wurde oder nicht. Das sind oftmals nicht einzelne Wörter, sondern die Summe vieler kleiner Muster. Einige davon:

  1. Nebliger Einstieg: Beispiel: «In der heutigen digitalen Welt ist eine starke Online-Präsenz wichtiger denn je.»
  2. Grosse Wörter: Superlativen oder Füllwörter wie innovativ, ganzheitlich, massgeschneidert, nahtlos, zukunftsorientiert
  3. Typische Überleitungen: «Ein weiterer wichtiger Aspekt ist …» «Darüber hinaus gilt es zu beachten …» «Dies wirft die Frage auf, ob …»
  4. Gleiche Satzlänge, gleiche Rhythmik: Jeder Absatz ist ähnlich aufgebaut, jeder Satz ungefähr gleich lang.
  5. Formelhafte Gegensätze: Eine Aussage wird zuerst verneint und danach neu gerahmt: «Es geht nicht nur um Sichtbarkeit, sondern auch um Vertrauen.»
  6. Alles kommt im Dreierpack: Drei Adjektive. Drei Vorteile. Drei kurze Sätze. (= das ist auch gleich das Beispiel für Dreipunktstrukturen)
  7. Keine persönliche Erfahrung: Vage Aussagen wie «Authentizität ist uns wichtig.» oder austauschbare Inhalte, die von jeder Firma stammen könnten.
  8. Gedankenstriche: KI liebt lange Gedankenstriche (EM Dash), um Sätze dramatisch zu unterbrechen. 

Was sind KI-Detektoren?

Tools wie Scribbr, GPTZero oder Originality.ai analysieren sprachliche Muster. Sie schauen unter anderem auf Wortwahl, Satzbau, Wiederholungen, sprachliche Vielfalt.

Das Ergebnis ist kein Beweis, sondern eine Wahrscheinlichkeit. Es zeigt, wie stark ein Text typischen KI-Mustern ähnelt. Ein KI-Detektor kann also helfen, herauszufinden, ob KI im Spiel war. Ob uns das wirklich was nützt, sei dahingestellt. Denn über die Qualität des Inhaltes sagt ein KI-Prozentwert in der Regel wenig aus.

Kleiner Witers-Check: Bevor du einen KI-Detektor nutzt, stelle dir diese drei Fragen:

✓ Ist der Text für mich hilfreich?

✓ Enthält er Erfahrungen und Belege?

✓ Klingt er nach der Marke oder nach allen?

Wenn die drei Fragen beantwortet sind, interessiert dich der KI-Prozentwert vielleicht nicht mehr so stark.

Unser Fazit: Die entscheidende Frage ist eine andere

Was KI nicht mitbringt, ist deine Sichtweise. Deine Erfahrung. Sie kennt die leisen Zweifel vor einer Entscheidung nicht. Sie weiss nicht, weshalb ein vermeintlich kleines Detail bei deiner Zielgruppe den Ausschlag gibt. Diese Teile musst du liefern. Die Frage «Hat hier eine KI mitgeschrieben?» ist für uns bei Witers daher nicht relevant. Wir fragen lieber: Hilft der Inhalt den Menschen, für die er geschrieben wurde?

Bei Witers produzieren wir Content und tragen damit zur aktuellen Content-Flut bei. Das verschleiern wir nicht. Wir nutzen KI. Und unseren Verstand. Immer mit dem Ziel: Probleme zu lösen und Ziele zu erreichen. Was wir mitliefern ist unsere Erfahrung, unsere Haltung und unser Blick auf die Welt.

Wichtige Fragen und kurze Antworten

Kann ich KI-Texte sicher erkennen?

Nein. Denn einzelne Wörter oder Satzzeichen beweisen grundsätzlich noch nichts. Auch KI-Detektoren liefern lediglich Wahrscheinlichkeiten. Was du aber sicher rasch erkennst, sind schlechte Texte. Ob von Mensch oder Maschine geschrieben ist dabei nicht mal so wichtig.

Welches ist das häufigste KI-Muster?

Allgemeine Aussagen ohne Beispiele, Belege oder eigene Perspektive. Dazu kommen allgemein bekannte Indizien wie Dreipunktstrukturen.

Bestraft Google KI-Texte?

Nicht direkt. Entscheidend ist, ob der Inhalt hilfreich und gut strukturiert ist. Nicht, ob beim Schreiben KI eingesetzt wurde.

Lust auf News?

In unserem Blog findest du praxisnahe Tipps & Insights aus der Marketingwelt.

Suchen